Hammer-Urteil aus Bamberg!

Gute Neuigkeiten für alle Sachverständigen:

Das für die örtlichen Gerichte maßgebliche Oberlandesgericht Bamberg hat am 23.02.2017 ein äußerst positives Urteil bezüglich der Sachverständigenkosten im Kfz-Haftpflichtschadenfall gefällt. Die wesentlichen Aussagen lauten:

  • der Geschädigte kann grundsätzlich nicht entscheiden, ob der ihm in Rechnung gestellte Betrag ortsüblich oder angemessen ist. Das gilt für das Grundhonorar wie auch für die Nebenkosten
  • für die Erstattungspflicht des Kfz-Haftpflichtversicherers ist es unerheblich, ob der Geschädigte die Rechnung des Sachverständigen bereits in voller Höhe, nur teilweise oder noch gar nicht   bezahlt hat
  • es spielt keine Rolle, ob der Geschädigte selbst auf volle Erstattung oder – nach Abtretung – der Sachverständige klagt
  • Fahrtkosten von 1,80 € (netto) pro Kilometer sind jedenfalls nicht zu hoch (wo genau die „Schmerzgrenze“ liegt, sagt das Gericht leider nicht)
  • Für EDV/Schreibaufwand etc. ist ein Pauschalbetrag von 75,00 € (netto) nicht überhöht (wo genau die „Schmerzgrenze“ liegt, sagt das Gericht leider auch hier nicht)
  • Der erste Fotosatz kann mit 2,95 € (netto) pro Lichtbild, der zweite mit 2,10 € (netto) pro Lichtbild abgerechnet werden (wo genau die „Schmerzgrenze“ liegt, sagt das Gericht leider auch hier nicht, allerdings dürfte diese nach unserer Auffassung spätestens bei 3,00 € (netto) pro Lichtbild beim ersten Fotosatz erreicht sein)

Die komplette Entscheidung finden Sie hier: 

Entscheidung 23.02.2017

Bei Rückfragen stehen wir wie immer – kostenfrei – zur Verfügung.

Source: Kanzlei Gerhards