Baywatch Kritik: Sie laufen wieder!

Nackte Haut, rote Badeanzüge und heiße Strandläufe in Slow Motion so hat man Baywatch in Erinnerung. Im Sommerblockbuster 2017 treten Dwayne Johnson, Zac Efron und Kelly Rohrbach in die Fußstapfen von David Hasselhoff und Pamela Anderson und verpassen dem Franchise einen modernen Anstrich.

Vor allem bei der ersten Hälfte des Filmes fühlt man sich dabei an so manch filmische Neuauflage der letzten Jahre zurückerinnert: Sei es 21 Jump Street, Starsky Hutch oder zuletzt CHiPs. Für Baywatch bedeutet dies kurzum: Die roten Anzüge sind enger, die Sprüche derber und die Action rasanter.

The Rock: Ein Fels in der Baywatch-Brandung

Besonders Dwayne Johnson zieht erneut alle Register. Ob Action, Komödie oder kurze Momente der inneren Angespanntheit der Muskelberg ist das Highlight des Films. Dabei geht es The Rock vornehmlich um eins: Seinen Strand sauber zu halten sei es vor kriminellen Machenschaften oder zu großen Egos (sein eigenes natürlich ausgenommen). Als Mitch Buchannon ist er nicht nur Vorbild, sondern auch Lieutenant und Boss seiner jungen Rettungsschwimmer-Garde – ein wahrhaftiger Fels in der Brandung eben.

Dwayne Johnson vs Zac Efron

Nachdem sich Dwayne Johnson bereits ein ums andere Mal mit den Actionstars auf der Leinwand gemessen hat (zuletzt etwa mit Jason Statham), bekommt er mit Zac Efron einen unerwarteten Spielgefährten an die Seite. Und diese Paarung strotzt nicht nur vor Testosteron-Geplänkel, sondern ist sich auch nicht zu schade sich mit bissigen Seitenhieben selbst aufs Korn zu nehmen. Zac Efrons schnöseliger Matt Brody fährt siegessicher am Strand vor, nur um sich im Verlauf des Filmes seinen rechtmäßigen Platz verdienen zu müssen. Während Alpha-Rettungsschwimmer Dwayne Johnson lernen muss, dem Neuling eine Chance zu geben. Eine Hassliebe oder Bromance, die absolut Spaß macht.

Die Badenixen laufen wieder!

Auch die restlichen Badenixen rund um Kelly Rohrbach und Alexandra Daddario leben den Gedanken von Baywatch voll aus. Knapp bekleidet stehen sie ihre Frau und sind bei jedem Unfall am Strand sofort zur Stelle. Dabei sind sie jedoch nicht etwa treudoof, sondern beweisen trotz knapper Outfits den nötigen Grips. Obwohl hier und da zum Wohle der Komik auf starke Frauenrollen mit entsprechend langer Screentime wie etwa für Ilfenesh Hadera leider verzichtet wurde und die sexuelle Inszenierung in den Vordergrund tritt, bildet das Team um Alphatier Dwayne Johnson doch eine witzige und funktionierende Einheit.

Baywatch: Das sind die neuen Badenixen

Selbst Neuling Jon Bass beweist seine Qualitäten, fällt er doch eigentlich nicht in das typische Baywatch-Muster samt gestähltem Body. Das wiegt er mit Witz, Charme und imposanten Tanzskills wieder auf. Ein Team ist eben doch nur so gut wie sein schwächstes Glied. Und die Story? Leider verliert sich diese zu schnell in der Verbrecherjagd im Stile von CSI: Miami. Bollywood-Sternchen Priyanka Chopra hat zwar kein Problem damit den Strand zu Ihrem Revier zu erklären, doch für das Kräftemessen mit Dwayne Johnson fehlt ihr die nötige Klasse als Superschurkin, die über zwei Drittel des Filmes zu tragen hat.

Fazit: Obwohl sich der heiße Badespaß leider schnell in der Verbrecherjagd verliert, kommen Freunde der coolen Sprüche und gepflegten Action voll auf ihre Kosten. Besonders Dwayne Johnson wird durch komödiantisches Timing und heiße Actioneinlagen einmal mehr zum Highlight des Films. Der heißestes Sommertip des Jahres 2017!


Source: Kino

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