19 Menschen sterben bei mutmaßlichen Terroranschlag in Manchester: Was wir wissen – und was nicht

  • In Manchester sind bei einer Explosion bei einem Popkonzert mindestens 19 Menschen gestorben

  • Die Ursache der Detonation ist im Moment noch unklar – die Polizei spricht von einem Terrorakt

  • Was wir über den mutmaßlichen Terroranschlag wissen, und was nicht – im Überblick

Eine Explosion reißt mehrere Besucher eines Konzerts der US-Sängerin Ariana Grande in Manchester am Montagabend in den Tod. Noch ist die Ursache unklar, die Polizei behandelt den Vorfall bis auf weiteres als Terrorakt.

Hier eine Übersicht über das, was wir wissen – und was nicht.

Was wir wissen

Das ist passiert

Am späten Montagabend ereignet sich die Explosion in der Konzerthalle. Sie bietet Platz für 21.000 Menschen.

Zeugen berichten von einem Knall nach dem letzten Lied Grandes gegen 22.30 Uhr Ortszeit (23.30 MESZ). Videos aus der Halle sollen den Moment der Explosion zeigen.

Bei der Explosion sterben mindestens 19 Menschen, 60 weitere werden nach Angaben von Rettungskräften verletzt.

Augenzeugen und Medien berichten, dass unter den Verletzten auch Kinder seien. Viele Teenager und auch jüngere Kinder zählen zu den Fans von Ariana Grande. Kinder besuchten das Konzert in Begleitung ihrer Eltern.

So schildern Augenzeugen die Szenen

In der Halle brach nach der Explosion Panik aus. Viele der Verletzungen sollen durch eine Stampede verursacht worden seien.

“Zuerst dachten wir, dass einer der riesigen Gasballons auf dem Konzert geplatzt sei. Aber als wir draußen waren, sahen wir, dass es etwas Ernsteres gewesen sein muss”, zitierte der britische Nachrichtensender Sky News eine Besucherin.

Mehr zum Thema: Augenzeugen filmen Moment der Explosion in der Konzerthalle in Manchester

So reagierten die Behörden

Der unmittelbar neben der Halle liegende Bahnhof Manchester Victoria wurde gesperrt. Die Polizei forderte die Menschen via Twitter auf, sich aus der Gegend um die Halle fernzuhalten. Sie rief die Bürger zu Wachsamkeit auf.

Krankenwagen rasten nach der Explosion zur Manchester Arena. Hubschrauber kreisten über dem Areal.

Notfalldienste und Feuerwehr baten die Bevölkerung über Twitter, sie wegen des Einsatzes nur bei lebensbedrohlichen Angelegenheiten zu kontaktieren. Rund um die Halle zogen bewaffnete und maskierte Polizisten auf.

Auch Sprengstoff-Spezialisten waren im Einsatz.

Ariana Grande ist bestürzt

Sängerin Ariana Grande wurde nicht verletzt. „Ariana ist okay“, sagte ihr Sprecher Joseph Carozza der Tageszeitung „Los Angeles Times„.

Sie zeigte sich „am Boden zerstört“ gezeigt. „Aus tiefstem Herzen: Es tut mir so leid. Mir fehlen die Worte“, schrieb die 23-Jährige am Dienstagmorgen auf Twitter.

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Mehr zum Thema: So entsetzt reagiert die Popwelt auf die verheerende Explosion in Manchester

Was wir nicht wissen

Die Ursache ist noch nach wie vor unklar. Die Polizei behandelt den Vorfall in der nordenglischen Stadt vorerst als Terrorakt.

Die Polizei von Manchester arbeitet nach eigenen Angaben mit Anti-Terroreinheiten und Geheimdiensten zusammen, um die Explosion während eines Konzertes am Montagabend aufzuklären.

War es ein Selbstmordanschlag?

Zu Belegen für ihren Verdacht auf einen Terrorhintergrund hat sich die Polizei noch nicht geäußert.

Der US-Sender NBC berichtet, dass amerikanische Sicherheitsbehörden erfahren hätten, dass die britischen Verantwortlichen von einem Selbstmordanschlag ausgehen. Nach Angaben des US-Fernsehsenders CNN sei ein Mann als möglicher Selbstmordattentäter identifiziert worden. Der Sender beruft sich auf einen „westlichen Sicherheitsbeamten“.

Nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters feierten Anhänger der Terrormiliz IS einen möglichen Anschlag auf Twitter. Ein Bekennerschreiben des IS liegt aber bisher noch nicht vor.

Wo hat sich der Explosion ereignet?

Auch der genaue Ort der Detonation ist im Moment noch nicht geklärt. Die BBC berichtete unter Berufung auf die Polizei, die Explosion sei im Foyer der Halle gewesen. Der Veranstalter sprach von einer Explosion in einem öffentlichen Raum außerhalb der eigentlichen Konzerthalle.

Gibt es noch mehr Opfer?

Auch die Zahl der Opfer könnte noch weiter nach oben gehen. Wahrscheinlich hunderte Familien haben seit dem Anschlags nichts von ihren Angehörigen gehört. Sind sie tot oder verletzt?

Noch ist das unklar. Über Twitter suchen Menschen nach ihren Töchtern, Brüdern, Schwestern und Freunden.

+++ Der Artikel wird laufend aktualisiert +++

Mit Material der dpa


Source: Huffpost

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