Produktfotografie im E-Commerce – Ein Fall für den Fachmann?

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Fotografie ist eine spannende Branche. Hat nicht jeder schon einmal bei einem Blick auf ein professionell geschossenes Foto gedacht: Das kann doch nicht so schwer sein? Falsch gedacht: Ein gutes Foto gibt nicht preis, was sein Geheimnis ist, aber der Unterschied zu einem Amateurbild wird trotzdem immer sichtbar sein.

Das liegt auch daran, dass unser Blick sich bereits an professionelle Bilder gewöhnt hat und die viele Arbeit, die in der Motivauswahl, der Ausleuchtung oder der Schärfeeinstellung steckt, gar nicht erkennen kann.

Was macht ein Produktfotograf?

Produktfotografen sind wahre Meister ihres Fachs, auch wenn sie in der Regel stillstehende Objekte fotografieren und sich nicht mit den Problemen herumschlagen müssen, die vielleicht einen Pressefotografen plagen würden. Sie bekommen meist den relativ nüchternen Auftrag, ein bestehendes Produkt bestmöglich aussehen zu lassen. Da die meisten Produkte ohnehin bereits so entworfen werden, dass sie irgendwie optisch ansprechend wirken, ist das – anders als man annehmen würde – eine Problem.

Dem Produktfotografen muss es gelingen, dass ein abgelichtetes Motiv in der Vielzahl der nahezu perfekten Produktbilder heraussticht und den Blick des Betrachters wirklich gefangen hält. Oftmals taucht das fertige Bild nämlich nicht prominent auf einer Plakatwand oder ähnlichem auf, sondern ist Teil einer ganzen Reihe von guten Produktbildern.

Das gilt besonders für Plattformen, auf denen viele Produkte angeboten werden und auf denen potentielle Kunden schnell durchscrollen. Das menschliche Auge schaut dabei instinktiv nicht zuerst auf eine Beschreibung oder einen Titel, sondern bleibt beim optischen Reiz hängen. Bildoptimierung für ebay und Amazon ist also von immenser Wichtigkeit, wenn man sein Produkt bei der Vielzahl von Angeboten unter die Leute bringen will.

Wie finde ich einen Produktfotografen?

Produktfotografen sind oftmals – anders als bei anderen Bereichen der Fotografie – in Agenturen zusammengeschlossen. Nicht selten verfügen solche Agenturen, wie beispielsweise 3W Foto, auch über ein eigenes Studio und umfangreiches Equipment. Anstatt dass der Fotograf die Firma besucht, bringt der Kunde sein Produkt also vielmehr in die Agentur und lässt die Profis übernehmen.

Hier beschäftigen sie sich dann intensiv mit den Eigenschaften des Produkts und werden auch weiterführenden Fragen stellen: Welches Image möchte das Unternehmen präsentieren? Was soll das Produkt ausstrahlen? Soll es eine Emotion vermitteln oder eher Funktionalität in den Vordergrund rücken? Viele dieser Aspekte können Produktfotografen gezielt beeinflussen, beispielsweise mit einem bestimmten Fokus auf einzelne Elemente des Produkts oder mit einer bewusst gewählten Lichtstimmung.

Am Ende verhält es sich mit dem fertigen Bild wie mit allem, was ein fähiger Fotograf erarbeitet hat: Ein jeder Kunde wird intuitiv sagen können, ob es sich um ein professionelles Foto oder einen Amateurschnappschuss handelt – ohne, dass er genau angeben könnte, woran das liegt.

Source: derbwler

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